KUNCI Cultural Studies Center

After Afterwork, 2016. KUNCI Cultural Studies Center. Foto: Emma Haugh
After Afterwork. Foto: Emma Haugh

Die Arbeit des Kollektivs KUNCI Cultural Studies Center kreist um Praxen der kritischen Wissensproduktion und Strategien des Teilens. In disziplinübergreifenden Begegnungen, Recherche-Aktionen, künstlerischen Interventionen, pädagogischen Formaten und Publikationen erproben sie gemeinsam mit anderen Akteur*innen unterschiedliche Methoden des Lernens und des Wissentransfers. Die Installation ’After Afterwork’ fokussiert Formen der Reproduktion sozialer Arbeit und schlägt einen transgeografischen wie transzeitlichen Bogen von den Selbstbildungspraxen der Arbeiter* aus der Ästhetik des Widerstands in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in Deutschland hin zu aktuellen, emanzipatorischen Strategien der Wissensaneignung durch Lesen, Schreiben und Reisen indonesischer Arbeiter*innen. After Afterwork ist eine künstlerische Reflexion und Weiterführung des kollaborativen Projektes das 2015 in Hong Kong zwischen KUNCI, Para Site und indonesischen Arbeitsmigrant*innen begann. Die zahlreichen Aktivitäten, kollektive Lese-Sitzungen und die Produktion eigener, literarischer Arbeiten führten in einem gemeinschaftlichen Editionsprozess zu der Publikation Afterwork Readings. Das Projekt verzweigte sich seit dieser Zeit rhizomatisch in unterschiedliche Richtungen und breitet sich nun bei DISTRICT in einer experimentellen Archivkonfiguration zu alternativen Wissensproduktion und Formen des epistemischen Ungehorsams (Walter Mignolo) aus.