Method Fund

Captivation. Statement. Method Fund. Foto: Emma Haugh
Captivation. Statement. Foto: Emma Haugh

Das Projekt Method Fund wurde 2015 von Künstler*innen, Kurator*innen, Kunstkritiker*innen, Architekt*innen und Pädagog*innen im Selbstversuch in Kiew gegründet. Im Fokus steht die Untersuchung von künstlerischen Einrichtungen, welche den Anforderungen der Gegenwart genügen, sowohl auf lokale Besonderheiten einzugehen als auch das Wissen aus diesen Kontexte zu vermitteln Captivation. Statement basiert auf Methoden, Ideen und edukativen Praxen, die von den Method-Fund-Mitgliedern und Kurator*innen Lada Nakonechna und Kateryna Badianove für ihren “Course of Art” im Rahmen der von Method Fund gegründeten Open School entwickelt wurden. Mit Referenz auf den pädagogischen Darstellungsapparat Tafel, zeigt die Installation eine Vision der gesellschaftlichen Rolle von Kunsterziehung. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die Konzepte von Captivation (was sowohl Fesseln von Aufmerksamkeit bedeuten kann, wie auch jemanden in Gefangenschaft zu nehmen), Wiederholung und Kontextualisierung (die Idee der “kontextueller Kunst” des ukrainischen Künstlers Miroslav Kulchitsky aufgreifend) und von kulturellen Situationen (eine Strategie des Slovakischen Künstlers Julius Koller) gelegt. Gleichzeitiges Um-/Neudenken von historischer, künstlerischer Erfahrung sowie die Betrachtung ihrer gegenwärtigen, lokalen, kulturellen Situation, bildet die Basis der erzieherischen Praktiken und Methoden. Method Fund eignet sich dazu verschiedene künstlerische Methoden des polykontextuellen Arbeitens an und re-aktualisiert sie, um die Kultur, in der sie verortet sind, in Bilder zu fassen, und gleichzeitig eine kritische Distanz zu ihr aufzubauen.