Achim Lengerer

Proben zu Peter Weiss \ The Trotsky Rehearsals. Achim Lengerer. Foto: Emma Haugh
Proben zu Peter Weiss \ The Trotsky Rehearsals.
Proben zu Peter Weiss \ The Trotsky Rehearsals. Achim Lengerer. Foto: Emma Haugh
Foto: Emma Haugh

Achim Lengerer setzt sich in seiner künstlerischen Praxis mit politischen Wirkungs-und Funktionsweisen von Sprache und Text auseinander. Sein Langzeitprojekt Proben zu Peter Weiss \ The Trotsky Rehearsals basiert auf Recherchen zu Weiss' Theaterstück Trotzki im Exil (1970). Das heute fast vergessene Stück führte zu literarisch-politischen Auseinandersetzungen mit den verschiedenen Linken in beiden Teilen Deutschlands. Als Reaktion hierauf beginnt Weiss Die Ästhetik des Widerstands zu schreiben. Seit 2013 nutzt Lengerer diese Materialien für „Öffentliche Leseproben“, eine kollektive, performative Praxis der Annäherung an Fragmente und Politiken, die auf linke ÄdW-Lesegruppen verweist. Christian Geisslers, 1981 als Radiofeature entstandener Text, wird sowohl in der Installation als auch in Lengerers Performance am 2. Oktober (Undisciplinary Learning: Stadt ...über die Pflugstraße in Kooperation mit dem HAU im Rahmen des Festivals Die Ästhetik des Widerstands. Peter Weiss 100) zur Lektüre und Diskussion vorgeschlagen. Zu Anfang der 1980er Jahr stand Geissler in Briefkontakt mit Inhaftierten der RAF in Stammheim und tauschte sich mit ihnen über die ÄdW, besonders über die Spanienepisoden, und ihren Bezug zur damaligen Situation der RAF aus.