Frida Klingberg

Vara utan efterfrågan \ Ohne Nachfrage. Frida Klingberg. Foto: Emma Haugh
Vara utan efterfrågan \ Ohne Nachfrage. Klang: Vi finns! (We are here!), Musik in Zusammenarbeit mit Stina Salander. 2014-2015.
Vara utan efterfrågan \ Ohne Nachfrage. Frida Klingberg. Foto: Emma Haugh
Foto: Emma Haugh

Frida Klingbergs Interesse liegt darin, Erzählungen aus Perspektiven zu erlangen, die kaum oder nicht repräsentiert werden. Ihre Arbeit ist auf neue Formen der Verständigung zu persönlichen Erfahrungen und Strukturen aus, die die Notwendigkeit einer Ethik transportieren, die nicht auf Hierarchien basiert. Sauna für Arbeitslose ist ein prozessbasiertes Kunstprojekt, das einen Raum herstellt, in dem das Erfahrungswissen von Arbeitslosen über die Auswirkungen der Ideologie von Arbeit auf soziale und politische Umfelder im Vordergrund ausgetauscht und weitergetragen wird. Das erstmals 2014-2015 in Schweden realisierte Projekt erfährt im Rahmen von Undisciplinary Learning seine zweite Anwendung in Berlin. Die Projektteilnehmer*innen, Personen, die in der Gesellschaft den Status “arbeitslos” zugeteilt bekommen, werden für ihre intellektuelle und physische Arbeit in der Sauna angestellt und entlohnt. Ihre Gespräche nimmt Klingberg auf und lässt daraus Lieder und Sound-Installationen werden. Der in der Sauna produzierte Schweiß – eine altbekannte Metapher für “harte Arbeit” und zugleich ein physisches Resultat von Arbeit – wird auf Handtüchern eingesammelt. Mittels des Projekts inszeniert und hinterfragt sie die drei arbeitsbezogenen Positionen, Arbeitgeber*in, Angestellte*r und Arbeitslose*r, die eine Person in der Gesellschaft einnehmen kann und schafft Ausgangspunkte, um eine andere Gesellschaft zu imaginieren. Das Ergebnis der Berliner Version von Sauna für Arbeitslose ist ab dem 3. Oktober in einer ortsspezifischen Installation im Saunabad Prenzlauer Berg zu sehen.


Frida Klingberg wurde unterstützt durch IASPIS.